Die Strände Singapurs entsprechen in den Grundzügen denen der Traumstrände in der Vorstellung eines Europäers. Große Palmen mit im Wind wedelnden Blättern, Kokosnüsse, weicher Sand... Doch beim blauen Wasser müssen bereits Abzüge gemacht werden. Singapur liegt nun einmal an einer der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Diese bringt eine Menge Müll mit sich und die Strände sehen an einigen Stellen entsprechend aus. Am East Coast Park habe ich es mir nicht nehmen lassen, mit meinem kleinen Bruder ein Kayak zu mieten. Für den Anfänger sind diese "Surfbretter" mit Ruder sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig. Jedoch lässt es sich auf dem meist mittleren Wellengang super üben. Und den Ausblick der riesigen Schiffe, die Palmen und die dahinter liegende Skyline werde ich sicherlich nicht so schnell vergessen.
In seiner Qualität herausragend ist der Strand der Ferieninsel Sentosa. Man könnte sie mit einem kleinen Disneyland verwechseln. Eine Monorail führt einen über die halbe Insel. Dabei bieten sich Ausblicke auf künstliche Attraktionen, wie das Hollywoodreif restaurierte englische Fort, Golfplätze, Hotels, Fitnessanlagen. Über den Strand können hier nur noch Fotos Auskunft geben...
Pulau Ubin
Viel natürlicher dagegen wirkt Pulau Ubin, eine an der Nordküste Singapurs gelegene Insel. Sie zeichnet sich besonders durch einen viel natürlicheren Charme aus.
Auf dem Fahrrad entdecken wir die Insel. Neben dem Strand mit Ausblick auf Malaysia ist besonders der Urwald sehr interessant. Im Vorbeifahren erkenne ich eine kleine Hütte zwischen den Blättern. Scheinbar vollkommen verlassen. Am liebsten würde ich den gesamten Urwald erkunden. Wenn da nur nicht dieses kleine Problem der Pythons, Kobras und ähnlich giftigen Tiere in diesem Wald wäre.
An einer kleinen Schule bekommen wir ein wunderbar kaltes Getränk. Wie sie das hier hinbekommen haben, ist mir schleierhaft. Auf der ganzen Insel gibt es nur ganz wenige Generatoren und somit haben die meisten Haushalte wohl auch keinen Strom. Die "Hauptstadt" der Insel setzt sich aus einigen wenigen Holzhäusern zusammen. In den meisten von ihnen werden Fahrräder verliehen oder Lebensmittel verkauft. An einem kleinen Laden erhalten wir für etwa 2 EUR frische Kokosnüsse.