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El parque nacional de Ordesa
Nach dem Frühstück brechen wir auf um dem Nationalpark zu Fuß zu erkunden. Wir folgen erst etwa einen Kilometer der Landstraße nach Norden und von da an geht es über Wanderwege in die Wälder des Valle de Ordesa. Leider ist es heute ziemlich diesig und verregnet, was dem Nationalpark viel von seinem Reiz nimmt. Die hoch aufragenden Felswände verstecken sich hinter dichten grauen Wolken, doch dennoch ist die Landschaft hier ziemlich beeindruckend. Es gibt viele Punkte von denen aus wir einen wunderbaren Ausblick in das Tal genießen können. Große Wasserfälle rauschen tosend in die Schlucht hinab. Der Wald mit seinen vielen Mosen und Gräsern wirkt sehr urtümlich und es bieten sich immer neue Perspektiven. Trotz des diesigen Wetters sind recht viele Leute unterwegs. Von wegen faule Spanier, die täglich Siesta halten und nicht viel von Bewegung halten. Im Schüleraustausch habe ich gemerkt, dass sich junge Spanier in der Regel bedeutend mehr zu Fuß bewegen als Deutsche. So ist es kein Wunder, dass es hier - wie auf dem Jakobsweg - viele Menschen gibt, die große Distanzen zu Fuß zurücklegen. Leider sind wir eben nicht so gut wie die Spanier. Dadurch, dass in der Familie nicht alle die gleiche Kondition haben, kommt es zu Streit und Wut baut sich auf. Ich bin stinksauer und laufe noch alleine weiter bis zu den Stufenwasserfällen, den Cradas de Soaso. Wie das Tal des Rio Ara wird auch das Valle de Ordesa weiter oben weitläufiger und grüner und auf den Wiesen wachsen viele Blumen. |