Tipps und Informationen
zu Guam


Wie überall, befindet sich auch in Guam vieles im Wandel. Es kann sein, dass die ein oder andere hier verfasste Information demnächst nicht mehr gültig sein wird. Der Stand dieser Informationen bezieht sich auf 2005/2006.

Anreise

Flugzeug:
Über eines muss man sich im Voraus im Klaren sein: Möchte man von Guam aus auf die mikronesischen Inseln nach Süden weiterreisen, ist Guam eine preislich gesehen eine Art Sackgasse. Ab hier regiert Continental Airlines auf seinem Monopol mit horrenden Preisen. Der knapp Einstündige Flug nach Yap kostet mindestens 400 USD, der nach in das etwa doppelte soweit entfernte Palau mindestens 800 USD! Nach Palau ist es sicherlich sinnvoll, die günstigere Variante über Manila zu wählen.
Guam wird außerdem nur noch von JAL, Korean Air, Philippine Airlines, ANA und gelegentlich China Airlines angeflogen.
Wenn man mit einer Partnerairline von Continental (z.B. Korean Air) anreist, kann man in den Genuss des Visit Micronesia Airpass kommen. Allerdings waren 30 quer über den Globus verteilte Reisebüros nicht in der Lage, mir zu helfen. Ich kann deshalb nur ein einziges Reisebüro, welches dazu in der Lage war, empfehlen: www.lippstaedter-reisebuero.de
Guam wird außerdem nur noch von JAL, Korean Air, Philippine Airlines, ANA und gelegentlich China Airlines angeflogen. Auf die Nördlichen Mariannen (Saipan und Rota) verkehrt Freedom Air, die allerdings längst von Continental aufgekauft wurden und entsprechend teuer sind.

Fähren:
Angeblich gibt es von Guam aus eine Fähre nach Guam und Rota. Angeblich...
Guam ist leider nicht an das dünne Postschiff-Netzwerk der mikronesischen Inseln angeschlossen. Man kommt also um die teuren Flüge nicht herum, solange man nicht sein eigenes Segelboot besitzt, oder es als Kanufahrer den früheren Mikronesiern gleich tun will...


Reiseführer

Deutschsprachige Reiseführer gibt es für diese Region gar keine. Eine Suche nach Guam beim japanischen Amazon ergibt rund 30 Reiseführer (seltsamerweise sind die meisten davon Sex-Führer -und DVDs. Als nicht-japanisch sprechender Mensch hat man nur die Wahl zwischen zwei Individualreiseführern, die sich komplett Mikronesien widmen:

Lonely Planet - Micronesia (Amazon-Link)
Dieser Reiseführer enthält Informationen zu Guam, den Nördlichen Mariannen, den Marshallinseln, Kiribati, Nauru, den Föderierten Staaten von Mikronesien, Palau, und den US Territories.
Allerdings ist die letzte Auflage von 2000 und es scheint so, dass es keine neue geben wird. Solange es keine neue Auflage gibt, ist dieser Reiseführer als erste Wahl disqualifiziert.

Moon Handbooks - Micronesia (Amazon-Link)
Der wohl informativste und aktuellste Individualreiseführer zu Mikronesien (bereits 6. Auflage 2003). Wenn auch nicht komplett, enthält er hervorragende Informationen zu den einzelnen Staaten Guam, Palau, Kiribati, den Marshallinseln, Nauru, die Nördlichen Mariannen und die Föderierten Staaten von Mikronesien. Für Guam lässt er sich sehr gut verwenden, wenn auch der südliche Teil der Insel etwas spärlich beschrieben wird.
Für Palau und die Föderierten Staaten von Mikronesien ist er leider schon etwas "outdated".

Lonely Planet - Diving & Snorkeling Guam & Yap (Amazon-Link)
Der Vollständigkeit halber nehme ich diesen Tauchführer noch mit auf. Eigentlich der enttäuschendste Lonely Planet, den ich mir jemals gekauft habe. Außer schönen Bildern enthält er nur wenig praktische Informationen für die Reise. Übernachtungen und Tauchbasen (was man eigentlich erwarten sollte) sind gar nicht beschrieben.
Die Tauchplätze werden nur kurz angerissen. Sehr wünschenswert wären Karten der Tauchplätze gewesen, die auch nicht enthalten sind.


Kartenmaterial

Guam ist klein. Von daher benötigt man eigentlich kaum mehr, als eine Karte aus dem Reiseführer. Trotzdem sind folgende Karten für ein paar Radtouren oder Ausflüge mit dem Auto ganz nützlich:

Guam Island Guide Map: Diese, sowie andere Karten, bekommt man kostenlos im Tourist Office in Tamuning (auch per Post nach Deutschland, wenn man per E-Mail anfragt). Für eine grobe Übersicht für Touren reichen sie, weisen aber keine Höhenlinien auf. Sämtliche Shell-Tankstellen und McDonald's-Restaurants sind jedenfalls enthalten. ;-)

USGS Map Guam: Bietet eine bedeutend bessere Übersicht über die Insel mit Höhenlinien etc. Allerdings ist die Karte schon etwa 20 Jahre alt, so dass der ein oder andere eingezeichnete Straßenverlauf nicht mehr stimmen wird. Hier erhältlich: www.omnimap.com


Straßenzustand/Verkehr

Verkehr/Autofahrer:
Die Autofahrer verhalten sich gegenüber Radfahrern unserer Erfahrung nach sehr rücksichtsvoll. Allgemein ist das Verhalten auf den Straßen sehr gesittet und es wird nicht schnell gefahren (in vielen Dörfern gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 15mp/h!).
In der Rushhour kann der Verkehr auf den Hauptverkehrsstraßen um Tamuning und Hagat˝a so dicht werden, dass man als Fußgänger oder Radfahrer Probleme hat, eine Straße zu überqueren (beide zählt man in Guam zu den Spezies der aussterbenden Arten).

Straßenzustand/Radwege:
Der Zustand der Straßen ist durchweg gut. Radwege sind inexistent, manchmal gibt es Seitenstreifen. Als sehr praktisch erweisen sich auf den mehrspurigen Straßen die in beide Richtungen befahrbaren Mittelspuren für Linksabbieger. Auf einigen abgelegeneren Straßen muss man bei Regen extrem vorsichtig fahren, da der Asphalt Korallenschutt enthält, der bei Nässe glitschiger als Eis wird!


Sprache

Wer Englisch, Japanisch oder Chamorro (stark Spanisch gefärbte Sprache der Inselbewohner) spricht, kommt auf der Insel gut zurecht. Haupt- und Amtssprache ist zweifelsohne Englisch. Als Tourist muss man allerdings damit leben, dass einige Angebote (z.B. Broschüren und Landkarten) nur in Japanisch erhältlich sind. Auch der Info-Fernsehkanal für Touristen ist ausschließlich auf Japanisch.


Übernachtungen

Hotels:
Die Übernachtungsmöglichkeiten in Guam tendieren preislich eher im oberen Bereich, was natürlich besonders durch die vielen japanischen Touristen hervorgerufen wird, die von zu Hause bedeutend höhere Preise gewohnt sind. Im landschaftlich schönen südlichen Teil der Insel gibt es leider keine Hotels, ausgenommen das Cocos Island Resort, ein extrem touristisches Inselchen vor der Küste.
Das günstigste und zugleich freundlichste Hotel auf der Insel ist vermutlich das Tamuning Plaza, nach eigener Werbung "Guam's best quality accommodations for the value conscious traveler". Hübsch ist es nicht und Klimaanlagen verbreiten in den sauberen Zimmern einen etwas muffigen Geruch. Bis zum Strand sind es gut 10 Minuten zu Fuß. Außerdem bietet es einen Internet-Zugang, eine Garage für Fahrräder und eine sehr günstige Autovermietung an.

Camping:
Mit einem im Tourist Office zu bezahlenden Camping Permit kann man in verschiedenen Parks auf Guam sein Zelt aufschlagen. Sanitäre Anlagen werden dabei in der Regel nicht geboten. Wir selbst haben dieses Angebot nicht in Anspruch genommen, haben aber im Januar nachts am Strand der Agana Bay für eine Nacht unser Zelt aufgeschlagen. Niemand hat sich daran gestört, allerdings hatten wir auch die vorherige Erlaubnis eines Anwohners bekommen.


Telefonieren/Post/Internet

Telefonieren:
Telefonate nach Deutschland sind kein Problem und relativ günstig, da Guam in das US-Telefonnetz mit eingebunden ist.

Handys
Guam hat eine gute Abdeckung mit Netzanbietern. Mit einem Triband-Handy empfängt man zum Beispiel USA 470, USA 140 und USA 032. Problem: Obwohl es sich hierbei um US-Netze handelt, bietet kein einziger deutscher Anbieter Roaming-Verträge an, die auch in Guam funktionieren (O-Ton der T-Mobile Kundenhotline: "Guam? Was ist denn das?").

Internet:
Internet-Cafés gibt es nicht. Allerdings bieten viele Hotels gegen Entgelt einen Internet-Zugang an, so auch das Tamuning Plaza.

Post:
Guam ist an das US-Postnetz angeschlossen. Post nach Deutschland wird zu akzeptablen Preisen sehr schnell verschickt. Die Hauptpoststelle befindet sich hinter dem ITC Building in der Nähe des GPO.


Geld

Es regiert der US-Dollar. Euros sind praktisch unbekannt, können aber am Flughafen umgetauscht werden.
Die Preise sind sehr hoch (ca. 120%-250% von dem in Deutschland). Wer die Möglichkeit hat, über Bekanntschaften in eine US-Militärbasis zu gelangen, sollte dies ausnutzen. Die Supermärkte dort sind erheblich günstiger.


Weitere Informationen...
Wetter: www.wetteronline.de
Einreise: www.auswaertiges-amt.de
Aktuelle Wechselkurse: www.oanda.com
Flugplanung:


www.opodo.de
www.koreanair.com
www.fly.de
Guam allgemein:


www.visitguam.org
Wikipedia über Guam
Info Korea