Tage 37-44: Aufenthalt in Salamanca

Der Beginn der Woche in Salamanca gestaltet sich recht schwierig. Ich muss mich erst mal wieder an das flüssige Spanisch gewöhnen und auskurieren. Die Kraft in den Beinen kommt nur langsam, sehr, sehr langsam wieder. Wie jeden Abend trifft sich Rocío mit ihren Freunden. Leider kann ich von ihnen einige überhaupt nicht ausstehen, und so werden die allabendlichen Treffen langsam zur Tortur. Immer wieder heißt es, dass ich doch mal an die Frische Luft müsse und dann geht man gleich zwei Kilometer zu Fuß bis zum Plaza Mayor um eine Kleinigkeit zu erledigen. Manchmal habe ich mich einfach irgendwo hingesetzt, weil es einfach nicht mehr weiterging.

Besuch von Leonie und André; heißt auch Nestea trinken!
Besuch von Leonie und André - heißt auch Nestea trinken!

Am Montag gehe ich erst einmal mit Rocío und ihrer Schwester zum Arzt. Der Arzt ist über irgendwelche Ecken und Kanten mit ihnen befreundet und so muss ich mich glücklicherweise nicht um die Formalitäten zu Krankenversicherung kümmern, sondern werde gleich kostenlos behandelt. Das Ergebnis: Zahnfleischschwund und eine Schwellung unter dem Kinn, von der ich bis jetzt nichts gewusst habe. Für die viel schlimmeren Schmerzen an der Zunge bekomme ich ein Gurgelwässerchen aus der Apotheke verschrieben, dass die Schmerzen nach ein paar Tagen endlich verschwinden lässt.

Abendliches Treffen vor der Bibliothek
Abendliches Treffen vor der Bibliothek

Am Montag besuchen mich auch Leonie und André in Salamanca. Wir treffen uns an der Plaza Mayor in einem Café. Es ist schön die beiden mal wieder zu sehen. Sie sind mit dem Fahrrad von León hierher gekommen und übernachten auf einem Campingplatz außerhalb. Es folgt natürlich der Abschied. Während die beiden in zwei Wochen in Buenos Aires sein werden, sie fliegen am 11.September dorthin, werde ich schon längst wieder im verregneten Hamburg sein...

Kathedrale
Kathedrale

Auch hier ist die Jakobsmuschel ein wichtiges Symbol
Auch hier ist die Jakobsmuschel ein wichtiges Symbol

Plaza Mayor
Plaza Mayor

Nach und nach vergehen auch die Tage in Salamanca. Von den anderen Schülern des Austauschprogramms treffe ich nur einen, weil alle anderen zurzeit in anderen Städten arbeiten oder im Urlaub sind. Nun ja, bin ich ja auch...
Carlos lebt in einem Dorf etwas außerhalb der Stadt. Ich freue mich, auch ihn und seine ganze Familie samt Hund wieder zusehen. Der Unglückliche ist letztens im Badezimmer gestolpert und muss nun eine dicke Halskrause für 6 Monate (!) tragen. Und das bei spanischen Temperaturen.

Rocío und Lourdes
Rocío und Lourdes

Wasserrohrbruch - kein Regen!
Wasserrohrbruch - Kein Regen!

Rio Tormes
Rio Tormes


Bei dem vielen Essen futtere ich mir wieder richtig Kraft an und bin bis zum Ende der Woche wieder bei voller Gesundheit. Das ist auch kein Wunder. Jeden Abend gibt es so viel zu Essen, wie ich nie schlucken könnte. Und das, wo ich in meiner Familie schon von klein an als Scheunendrescher gelte. Jeden Mittag um 4 und jeden Abend um 10-12 gibt es ein deftiges warmes Essen. Als Vorspeise ein großer Salat mit Tomaten, als Hauptgang Spaghetti, Pizza oder ähnliches mit paniertem, gebratenem Eiweiß, und als Nachtisch einen großen Joghurt. Natürlich alles ohne Schwarzbrot...


Gesamt: 3.020,33km

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