Tag 33: Santiago de Compostela

Nachdem ich mit Leonie und André in der Stadt war, schaffe ich es mit letzter Kraft, den Anstieg zum Campingplatz zu bewältigen. Oben angekommen lege ich mich erst einmal hin. Was ist nur mit mir los? Schon gestern habe ich gespürt, dass meine Beine immer kraftloser werden, doch ich habe mir nichts daraus gemacht. Jetzt merke ich, dass es körperlich immer weiter bergab geht. Hoffentlich kein Fieber. Das würde mir noch fehlen. Dabei wünsche ich mir so, morgen mal den Atlantik zu sehen. Ich bin die ganze Zeit so nah an ihm entlang gefahren und habe diesen Ozean noch nie in meinem Leben sehen können. Wenn es so weiter geht, schaffe ich morgen die 50 Kilometer bis dorthin nicht mehr.

Camperordnung
Camperordnung

Am Abend stürzt meine Körpertemperatur rapide ab und ich schaffe es kurz vor dem Beginn von Schüttelfrost noch in den wärmenden Schlafsack. Es tut mir echt leid, dass ich den beiden anderen damit nur Probleme mache. Leonie macht mir einen Tee gegen Fieber und Erkältung, von dem André mir die ganze Zeit mit grausigen Grimassen erzählt, wie scheußlich er doch schmeckt. Mir schmeckt er. Vielleicht bin ich ja echt krank...


Gesamt: 3.020,33km

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