El Gran Casco
Ein Fahrradhelm auf Reisen
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Nachts in Bolivien: (von Ann Porges)
In der Nacht liegen wir eingemumelt in unsere Schlafsäcke, fassungslos unter einer niegesehenen Sternenwelt. Als wäre gerade hier Geburts- und Zufluchtsort aller Sternenwesen und als dürften nur hier alle zur gleichen Zeit glänzen, bedecken sie den Himmel von Horizont zu Horizont. Und endlich zeigt sich auch der grosse Wagen mal in seiner vollen Ausstattung und grüsst uns, seine Ladung ausschüttend, von der anderen Halbkugel. Nachts ist es eng im Zelt, denn wir haben aus Erfahrung gelernt und teilen uns nun den Platz mit allen Wasser- und Essensvorräten. Trotzdem gefrieren die Flaschen neben uns, während wir froh über unsere doppelte Schlafsackausführung nur frösteln.
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Mein Rad wurde - ebenso wie ich - im Laufe der Reise bereits ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Der Hausmeister im Hotel meinte, dass er meinen abgebrochenen Flaschenhalter schweißen kann - obwohl er aus Aluminium ist. Heute Morgen gibt er ihn mir ziemlich malträtiert wieder. Er hat es doch nicht hinbekommen, obwohl er mit so viel Motivation an die Sache herangegangen ist. Ich improvisiere mit Klebeband. Meinen in diesem Land fast lebenswichtigen Rückspiegel bekomme ich leider nicht repariert, er bricht mir immer wieder ab.
Ich bin noch ein wenig schwach auf den Beinen, traue mir aber trotzdem eine Tagesetappe zu. Hans möchte spätestens heute weiterfahren, er hat schon eine Woche hier in Coroico verbracht und möchte die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen, mit einem "Leidensgenossen" weiterzuradeln, so lange wir es eben miteinander aushalten. Doch erst einmal muss ich mein Fahrrad einen unglaublich steilen Weg bis zum Treffpunkt hochschieben. Ein alter Mann kommt mir zur Hilfe und schiebt mein Rad von hinten mit unglaublicher Kraft vorwärts.
Nachdem Hans und ich uns endlich gefunden haben, folgen wir einer holprigen Straße, die in keiner Karte verzeichnet ist, hinab ins Tal des Río Coroico. Wir werden den ganzen Tag lang flussabwärts folgen, flussabwärts heißt aber noch lange nicht, dass die Straße auch abwärts geht. Die meiste Zeit sind wir mit langen und kraftzehrenden Anstiegen beschäftigt, die uns immer wieder mit einem tollen Ausblick auf das tief in die Berglandschaft geschnittene Tal ermöglichen. Immer wieder kommen wir durch kleine Dörfer, in denen man Bananen der nahe gelegenen Plantagen zum Spottpreis kaufen kann. Genauer gesagt ist die Währung des Bolivianos gar nicht klein genug um Bananen kaufen zu können. Kaum haben wir einen Boliviano (12 ct) ausgegeben, will man uns nicht mit weniger als 6 Bananen gehen lassen!
Da ich mich doch etwas geschwächt fühle, gehen wir es gemütlich an. Immer wieder essen wir zwischendurch Bananen, versorgen uns mit extrem süßen Erfrischungsgetränken (Wasser in Flaschen gibt es nicht) und essen für umgerechnet 90ct ein mehrgängiges Mittagsmenü an einem der kleinen "Restaurants" am Straßenrand. Die Landschaft stellt einen großen Unterschied zu der des Altiplano dar. Sie ist von dichten Wäldern und Plantagen bewachsen und alle paar Kilometer treffen wir auf kleine Hütten oder gar Dörfer, in denen Menschen wohnen.
Hans (und Sascha) im Glück
Immer wieder ziehen staubschleudernde Lastwagen an uns vorbei und bei einem von ihnen glaube ich meinen Augen nicht zu trauen. Gerade als er an mir vorbeifährt, löst sich ein Teil seiner Plane und es fallen zwei Kartons heraus. Damit nicht genug, die Kartons sind jeweils mit 50 Mais -Erdnussriegeln der Marke "Turrón y Maní" prall gefüllt! Wir fühlen uns fast wie im Schlaraffenland und greifen eifrig zu, bis jeder von uns eine halbe Tasche mit den Riegeln gefüllt hat. Wie gut, dass wir den Rest zurückgelassen haben, denn schon nach drei Tagen können wir die Riegel nicht mehr sehen und verschenken sie.
An einer anderen Stelle wundere ich mich, was das nur für Drahtseile sind, die da über die Straße gespannt sind. Wir halten an und sehen uns diese Teile mal genauer an. Unglaublich! Es sind Seilbahnen! Naja, nicht direkt in dem Sinne, was man in den Alpen darunter versteht. Es sind einfach über die Schlucht gespannte dicke Drahtseile, wobei alte Autoreifen als "Gondeln" fungieren, in denen sich die Menschen an das Seil hängen und sich damit über die Schlucht gleiten lassen. Am Berghang auf der anderen Seite der Schlucht sind kleine von Plantagen umgebene Hütten zu erkennen, die sich nur über diesen abenteuerlichen Weg erreichen lassen. Ich verzichte gerne auf einen Selbstversuch. Die direkt unter dem Stahlseil gelegenen Gräber schrecken mich doch irgendwie ab...
Seilbahnen
Meistens ist Hans schneller als ich. In einem der kleinen Dörfer sehe ich kleine Kinder hinter ihm her rennen, als sie versuchen nach seinen Sachen zu greifen. Sie wundern sich nicht schlecht, als da plötzlich noch ein zweiter bepackter Radfahrer auftaucht, der direkt auf sie zuhält. Mit vor Verwunderung weit geöffneten Augen springen sie zur Seite.
Es wird schon dunkel, wir sind noch lange nicht an unserem Tagesziel, und eine Möglichkeit zum Campen gibt es in dem dichten Gestrüpp kaum. Wir tragen uns schon mit dem Gedanken, kurz vor Dunkelheit einen Lastwagen oder Jeep anzuhalten, der uns mit nach Caranavi - unserem Tagesziel - nehmen könnte. Der Zufall will es, dass wir einen Lastwagenfahrer wiedertreffen, mit dem Hans heute Morgen schon ins Gespräch gekommen ist. Er hält gerade ein Gewehr aus dem Fenster und schießt auf am Fluss lebende Tiere. Und ohne dass wir die Frage gestellt hätten, wendet er sich uns zu und fragt uns, ob wir nicht mitfahren möchten. Klar wollen wir!

Er hat seine halbe Familie dabei, die mit ihm zum im Dschungel gelegenen Riberalta fahren möchte. Mit Hilfe seiner drei Neffen wuchten wir unsere schweren Räder auf die Ladefläche und gesellen uns zu ihnen. Der LKW ist halbvoll mit Zementsäcken gefüllt, was es uns ermöglicht, gemütlich auf ihnen zu stehen und die ganze Fahrt über den luftigen Ausblick über das Führerhaus hinweg zu genießen. Wir unterhalten uns viel mit den drei Neffen und es ist eine genauso lustige wie nervenzerreißende Fahrt. Wieder führt die Straße an extremen Steilhängen entlang und immer wieder muss der Fahrer entgegenkommenden LKWs ausweichen. Einmal haben wir gar das Gefühl, dass unser linkes Vorderrad über dem Abhang steht. Hans, der links steht, bekommt plötzlich ein weißes Gesicht und krallt sich am LKW fest. Ich würde am liebsten gleich rechts rausspingen, um nicht mit LKW (und meinem Fahrrad!) in die Tiefe gerissen zu werden.
Die drei Jungs finden das sehr lustig und können gar nicht verstehen, dass wir solche Angsthasen sind. So was macht ihr Fahrer doch jeden Tag!
Mit dem LKW durch die Nord-Yungas
Kurz nach Sonnenuntergang erreichen wir Caranavi und laden gemeinsam unser Gepäck und die Räder ab. Der freundliche Fahrer lehnt ein Trinkgeld ab und verabschiedet sich mit seiner Familie von uns.
Es ist immer wieder erstaunlich, auf was für quirlige Städte man doch immer wieder trifft, obwohl diese nur über extrem schlechte Pisten zu erreichen sind. Kaum, dass wir in dass wir in Caranavi angekommen sind, schlagen wir uns wieder durch dichten Verkehr. Hans möchte sehr gerne eine Unterkunft mit warmer Dusche haben. Doch Tourismus gibt es hier praktisch keinen und so ist es ziemlich schwierig eine Unterkunft zu finden, die unseren Kriterien entspricht. Ein freundlicher Herr führt uns zu einem Residencial, was gegen Aufpreis von 4 Bs (50ct) eine tröpfelnde lauwarme Dusche anbietet.
Auch die Suche nach einem guten Restaurant gestaltet sich ziemlich schwierig. Hans möchte unbedingt eine Cerveca trinken und ich - noch schlimmer! - möchte etwas ohne Fleisch. Letztendlich müssen wir uns beide geschlagen geben. Wir geben uns beide mit dem Standart-Menü mit Coca-Cola, Suppe sowie Reis, zähem Fleisch und gebratenen Bananen zufrieden. Was anderes gibt es hier nicht.

Konnte ich am Abend noch behaupten, dass es meinem Darm besser geht und die Cola gut für Durchfluss gesorgt hat, sieht das am nächsten Tag wieder ganz anders aus. Immer wieder muss ich mich während der Fahrt ins Gebüsch verziehen und dünge dabei zahlreiche Bananenplantagen. Wieder habe ich das Gefühl Glasscherben abzuführen. Die Immodium-Tabletten wirken kaum und ich weiß gar nicht mehr, auf welcher Arschbacke ich beim Fahren noch sitzen soll. Dazu können wir es gar nicht glauben, wie sehr die Piste - obwohl flussabwärts führend - immer wieder bergauf geht. Ich habe nur wenig Kraft und fühle mich ausgelaugt. Entsprechend sieht es auch mit meiner Motivation aus. Natürlich tut es mir Leid für Hans, der sonst ohne mich wahrscheinlich schon viel weiter gekommen wäre. Während der stechenden Mittagshitze machen wir erst einmal Pause in einem Dorf und warten auf eine Mitfahrtsmöglichkeit bis nach Guanay, leider ausgerechnet heute ohne Erfolg.
Wir versuchen unser Glück erneut in einer Kurve, wo ein paar Jungs am Straßenrand sitzen. Ich weiß im Nachhinein nur noch, dass sie dumme Kommentare abgelassen haben; mir war in diesem Moment so ziemlich alles egal. Außerdem ließen sie mich wissen, dass ich mich wegen der Tiere lieber nicht auf den Boden setzen sollte und schon kurze Zeit später huscht hinter mir eine Schlange vorbei. Naja, wenigstens sind wir noch auf keinen der Jaguare getroffen, die es hier auch geben soll.
Es beginnt zu dämmern und wir müssen weiter und wenigstens noch versuchen einen Schlafplatz zu finden. Nach einer Weile sehen wir auf der anderen Flussseite einen Fußballblatz. Der perfekte Ort zum aufschlagen unserer Zelte in dem dichten Wald. Ich versuche eine Möglichkeit zum Übersetzen zu finden und sehe mich in der Nähe einer unbewohnten Hütte um. Der Fluss ist zu tief und reißend, als dass wir ihn durchqueren könnten und eine Brücke gibt es scheinbar auch nicht. Doch ein Stückchen weiter Flussabwärts treffen wir dann auf eine Fährstation. Mit einem Langboot nimmt man uns mit auf die andere Flussseite und die Leute helfen uns tatkräftig unsere Räder ein -und auszuladen. Im Indígena-Dorf am anderen Ufer sind wir die Attraktion schlechthin. Hier gibt es weder eine Straße noch Fahrräder und wir schlagen uns auf einem schmalen Fußweg zum Sportplatz durch. Der Platzwart ist ein dicker Mann, der seine Hütte direkt neben dem Platz hat und aufgrund seiner extrem hohen Position hier so was wie der Dorfvorsitzende ist. Wir bauen unsere Zelte direkt neben zwei grasenden Pferden auf. Ich frage den Platzwart, wo man sich denn hier waschen kann. "Na am Fluss drüben" antwortet er mir verdutzt. Und obwohl der Fluss schon die Abwässer so einiger Dörfer und einer ganzen Stadt mit sich führt, ist das Wasser extrem klar und es reicht zumindest für eine wohltuende Katzenwäsche durch mein verschwitztes Gesicht.

Als wir dann am Abend unsere Kocher anschmeißen, kommt das ganze Dorf zum Sportplatz um zu staunen. Unsere Anwesenheit hat sich inzwischen herumgesprochen und wir sind umzingelt von Menschen, die uns beobachten, bis wir die letzte Spaghetti verdrückt haben. Waren unsere Zelte für die Leute schon sehr interessant, so schlägt mein Kocher alle Rekorde. Ein laut rauschender und mit Autobenzin funktionierender Kocher! So was gibt's doch gar nicht!
Einen Vorteil hat der ganze Aufruhr: Ich bekomme, so lange die Leute um mich herumstehen, nicht einen einzigen Mückenstich ab! Schon seit Tagen nerven uns kleine fliegende Flöhe, die unsere Beine inzwischen stark zerbissen haben. Hans' Unterschenkel hat es besonders getroffen. Sie sind durch und durch und roten Blutpunkten der Bisswunden bedeckt.
Als wir fertig mit dem Essen sind, legt sich die Aufregung endlich und Hans und ich können noch eine Weile dasitzen und uns unterhalten. Nach einer Weile kommen zwei ältere Jungs an und beginnen uns nach dem Woher und Wohin und allem Möglichen zu befragen. Ich biete einem von ihnen meinen noch halbvollen Topf mit Spaghetti an. Er probiert zwei Bissen... mit Salz und Öl zubereitete Spaghetti?! Die solle ich lieber den Hunden geben!, sagt er mir. Doch nicht mal die wollen sie essen.
Was haben die denn alle?

Am Morgen stehen wir um 7 Uhr auf und frühstücken - jeder von uns unter aufmerksamer Beobachtung von ein paar Dörflern. Endlich sehe ich eine Gelegenheit meine viel zu klein geratene Marsupilami-Mütze los zu werden. Ich habe die Mütze als Teil eines "Südamerika Survival Packages" bekommen: Meinem Abschlussgeschenk zum Zivildienst im Krankenhaus. Neben Verbandsmaterialien und anderen Dingen befand sich darin auch diese Mütze, die ich eigentlich nur zum Verschenken mitgenommen habe.
Ich halte sie also in die Luft und rufe zu den Kindern, wer denn so eine schöne Mütze haben will. Sofort stürzen alle auf mich los. Am schnellsten ist allerdings eine dicke Mutter, die ganz stolz die Mütze in Empfang nimmt und sie ihrem kleinen Töchterchen aufsetzt. Danach geht die Mütze einmal in der Runde über alle Köpfe der Anwesenden und alle lachen dabei und finden das unheimlich lustig.
Hmpf! Da schenkt man schon einmal etwas und erntet so einen Blick!
Wir lassen uns wieder vom Einbaum über den Fluss schippern. Einen Motor hat das Boot nicht, unser "Gondolieri" bringt das Boot mit den harten Stößen eines langen Holzstockes über den Fluss. Jetzt fehlt nur noch, dass er zu singen anfängt...

Wieder haben wir den ganzen Tag mit großen Anstiegen zu kämpfen, die heute noch heftiger als gestern sind. Wir frischen am ersten Dorf unsere Wasservorräte mit Zuckerwasser auf (ich sehne mich nach klarem Wasser!) und radeln weiter durch die beeindruckende Landschaft. Das erste Mal treffen wir auf dicke behaarte Spinnen und größere Schlangen, von denen uns die ein -oder andere einen gehörigen Schrecken einjagt. Und ebenfalls das erste Mal bekomme ich während der Fahrt einen platten Reifen. Doch bevor ich den Reifen reparieren kann, bemerke ich, dass mir das Immodium auch heute Morgen herzlich wenig genützt hat und entledige mich im nächsten Busch meines gesamten "Frühstücks". Die Hitze wird immer unerträglicher und gerade während der Mittagszeit haben wir mit den heftigsten Steigungen zu kämpfen. Als eine dieser Steigungen dann auch noch in eine steile Serpentine übergeht, reicht es! Hans sitzt schon dort und wartet. Ich schmeiße mein Rad entnervt in den Staub und setze mich neben ihn in den Schatten. Wir essen ein wenig von dem Käse, den ich gestern - zwischen vielen Fliegen - auf dem Markt von Caranavi entdeckt habe und nehmen dazu alte pappige Brötchen - unseren letzten Proviant. Jetzt ist es schon 3 Uhr und wir haben gerade einmal 20 von 50 Kilometern geschafft!
Entnervt machen wir uns wieder auf den Weg. Weiter oben kann ich nur noch schieben und lege meinen schwitzenden Kopf auf die heiße Lenkertasche, die jeden Stoß der Straße auf meinen Kopf überträgt. Mir ist alles egal. Das letzte Stück hilft mir Hans beim Schieben und mit vereinten Kräften geht es nach oben. Allerdings steht es mit meinen Kräften und der Motivation wirklich nicht zum Besten und ich bin wirklich froh, dass ich hier mit Hans unterwegs bin, der sich auch sehr geduldig mit mir zeigt und immer wieder hilft.
Nach dem Pass geht es endlich wieder bergab und wir können uns an ein paar Hütten wieder mit kühlem Zuckerwasser versorgen. Wohl fühle ich mich damit nicht, da ich durch meinen Durchfall inzwischen ein großes Verlangen nach Salz habe. Allerdings sind unsere Trinkwasservorräte schon lange vor den Hütten zur Neige gegangen und wir sind froh überhaupt noch etwas zu bekommen. Ein Mann sagt Hans, dass es nach Guanay nicht mehr weit sei: "Mit dem Auto nur eine Stunde". Ich weiß inzwischen, dass Bolivianer die Streckenangabe - wenn überhaupt - nur einigermaßen zuverlässig in (Auto-)Fahrzeit angeben können. Dieser wirft einen prüfenden Blick auf unsere Räder und kommt offenbar zu dem Schluss - wie so viele andere - dass wir mit diesen modernen Rädern sicher in eineinhalb oder zwei Stunden dort sein müssen. Natürlich alles auf flacher Strecke, sagt er noch. Ich bin einfach nur angenervt, werfe ihn einem giftigen Blick zu und frage ihn, wie er sich das denn vorstellt, wenn wir bis jetzt gerade einmal 20 Kilometer geschafft haben.
Schweigen.
Beeindruckende Tierwelt

Es geht lange Zeit leicht bergauf.
Wenigstens haben die Käsebrötchen gewirkt und ich musste sie bis jetzt nicht gleich wieder ausscheißen. Gemeinsam kommen wir zügig voran und am Ende des Anstieges überrascht Hans mich mit dem Hinweis, dass wir schon 36 Kilometer geschafft haben.
Es ist zwar schon halb 5 und beginnt zu dämmern, doch damit einher geht auch eine erfrischende Brise. Das, und die Motivation von Hans lassen in mir ungeahnte Reserven emporkommen und in der Dunkelheit erreichen wir im schwachen Licht meines Scheinwerfers tatsächlich Guanay!
Die Hunde am Dorfeingang sind über mein beleuchtetes Rad ziemlich irritiert und nur wenige wagen sich mich anzugreifen. Vielleicht solle ich demnächst nur noch mit Licht fahren...
Wir kehren im gemütlichen Residencial Rizy ein und bezahlen für ein Zimmer mit eigenem Bad gerade einmal 50 Bs (ca. 6 EUR) für uns beide.
Am Abend gehen wir noch essen und bemerken, dass wir hier wieder ein Stück weiter fernab des Tourismus sind. In den Restaurants gibt es nur Suppe und dazu Reis mit gegrillten Fleisch und Reis. Die umherstreunenden Hunde freuen sich über ein wenig mageres Fleisch, dass Hans und ich ihnen gerne abgeben. Irgendwie hat dieser Ort mit seinen bettelnden Kindern und leicht bekleideten Mädchen auf seine eigene Art ein ganz besonders "Flair"; doch das werden wir in den nächsten Tagen noch genauer kennen lernen. Morgen wollen wir mit dem Boot über den Río Kaka weiter nach Rurrenabaque.
| Tag 40: |
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Coroico - Caranavi |
-Tacho defekt- |
| Tag 41: |
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Caranavi - "Flussdorf" |
-Tacho defekt- |
| Tag 42: |
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"Flussdorf" - Guanay |
-Tacho defekt- |
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